Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone wie Ciprofloxacin, die zu den am häufigsten eingesetzten Breispektrum-Antibiotika gehören, sind extrem kritisch zu sehen. Nebenwirkungen wie Sehnen- , Gefäß- und Augenschäden oder QT-Zeit-Verlängerungen am Herzen sind seit langem bekannt.

Ebenso können diese Medikamente irreversible (nicht mehr zu heilende) neurotoxische Schäden verursachen. Das kann sich durch Krampfanfälle oder psychotische Reaktionen äußern. Auch sind Neuropathien wie Schmerz, Brennen, Kribbeln, Benommenheit oder Schwäche beschrieben. Patienten, die Symptome dieser Art entwickeln oder bereits ein vorgeschädigtes Nervensystem haben, sollten Medikamente aus dieser Gruppe nicht erhalten. Genau diese „irreversible Schädigung“ ist im Fokus der Überwachungsbehörden.

Mittlerweile weiß man auch, dass Ciprofloxacin, die DNA von Mitochondrien, den Kraftwerken menschlicher Zellen, schädigt. Der von Forschern der University of Eastern Finland im Fachjournal »Nucleic Acids Research« erstmals beschriebene Effekt ist wahrscheinlich für viele Nebenwirkungen von Fluorchinolonen verantwortlich.

In Deutschlang sind derzeit Ciprofloxacin, Levofloxacin, Moxifloxacin, Norfloxacin und Ofloxacin für eine systemische Antibiose zugelassen.

Weiterlesen können Sie unter folgenden Links:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/11/03/tagesthemen-warnen-vor-ciprofloxacin

https://www.fluorchinolone-forum.de/

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/massive-dna-schaeden-durch-ciprofloxacin/